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Tierverbrauch
im Studium der Humanmedizin
Im
Studium der Humanmedizin werden an den meisten Hochschulen
Lehrmethoden eingesetzt, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für
die Tiere verbunden sind, also Versuche an lebenden
Tieren oder (häufiger) an eigens für diesen Zweck getöteten
Tieren oder Teilen von ihnen (Organpräparationen). Die
Tiere werden dabei in den Praktika verwendet, d.h. der/die StudentIn
muss selbst an ihnen experimentieren.
Tierverbrauchende
Praktika
Im
Biologie-Praktikum werden Tierpräparationen (=Sektionen) an Tieren
wie Ratte oder Fisch durchgeführt, um die vergleichende Anatomie zu
veranschaulichen. Außerdem sollen Präparationstechniken erlernt
werden.
Im
Physiologie-Praktikum wird meist der Frosch als Versuchsobjekt
verwendet. Zu den Themenkomplexen Nerv, Muskel und Herz werden an
frisch getöteten Fröschen Versuche durchgeführt, um
physiologische Vorgänge zu veranschaulichen.
Vereinzelt
werden auch in den Praktika der Biochemie, Pharmakologie u.a. Tiere
eingesetzt.
An
den meisten Universitäten werden die StudentInnen vor allem im
Physiologie-Praktikum, oft aber auch in den anderen Praktika zur
Teilnahme gezwungen, obwohl sich viele aus Gewissensgründen zunächst
weigern.
Tierverbrauchsfreies
Humanmedizinstudium
Alle
im Humanmedizinstudium durchgeführten Versuche mit Tieren sind überflüssig,
entweder weil ihr Inhalt nicht relevant ist oder sie durch andere
Lehrmethoden ersetzt werden können. Somit sind sie nicht nur aus
ethischen, sondern auch aus wissenschaftskritischen und didaktischen
Gründen abzulehnen. Es ist beispielsweise fraglich, welche
Bedeutung die vergleichende Anatomie für den/die angehende/n Arzt/Ärztin
hat. Fertigkeiten im Präparieren kann er/sie im Kurs der
makroskopischen Anatomie (an menschlichen Leichen) erlernen. Bei
allen Versuchen, die lediglich dazu dienen, physiologische Vorgänge
zu veranschaulichen, ist es für den angehende/n Arzt/Ärztin
weitaus sinnvoller, diese Vorgänge am Menschen direkt zu
beobachten. Es gibt zahlreiche schmerzlose Selbstversuche, die hierfür
eingesetzt werden können. Der Lerneffekt und die Lernmotivation
sind dabei wesentlich größer.
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