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Förderung
humaner Lehrmethoden
SATIS wirkt an der Entwicklung und Verbreitung von innovativen und humanen Lehrmethoden mit.
Beispiele:
Mit myographischen Verfahren lassen sich Nerv-Muskel-Experimente als
schmerzlose Selbstversuche durchführen, für die sonst Frösche
verwendet werden. Zu dem Myographen wurde ein Videofilm gedreht, der
von SATIS mitfinanziert wurde.
Die interaktiven Computerprogramme
SimNerv, SimMuscle und SimHeart sind Alternativen zu allen
klassischen Froschversuchen und übertreffen diese unter
didaktischen Gesichtspunkten.
Plastikmodelle verschiedener Tierarten
stellen eine gute Alternative zur Tierpräparation dar.
Beim
Plastinationsverfahren werden natürlich gestorbene oder aus
medizinischer Indikation eingeschläferte Tiere in unterschiedlichen
Präparationsstadien durch das Einbringen von Kunststoff in die
Zellen konserviert und somit für Jahrzehnte haltbar gemacht. Die
plastinierten Tiere vermitteln die Anatomie des Tieres besonders
anschaulich.
Nicht zuletzt können Videofilme zu den verschiedensten
Bereichen ergänzend oder ersetzend in der Ausbildung vorgeführt
werden.
SATIS verleiht einige dieser tierverbrauchsfreien
Lehrmethoden zu Demonstrations- und Anschauungszwecken an
Interessierte (SATIS-„Alternativothek“).
Politische
Arbeit
Durch
gezielte Information und Gespräche mit PolitikerInnen aller
Parteien wirkt SATIS auch auf politischer Ebene. In den vergangenen
Jahren wurden Petitionen an Landtage eingereicht, und zu kleinen und
großen Anfragen wurde SATIS als Sachverständige um Stellungnahme
gebeten.
Unterstützung von Studierenden bei gerichtlichen
Auseinandersetzungen
SATIS unterstützt Studierende, die auf gerichtlichem
Wege versuchen, ihren Anspruch auf ein tiermissbrauchsfreies Studium
durchzusetzen. Im Jahr 1990 gab es das erste positive Urteil in der
deutschen Rechtsgeschichte, das die Universität verpflichtete,
einer Medizinstudentin, die aus Gewissensgründen nicht an
Tierversuchen teilgenommen hatte, Alternativen anzubieten.
Studierende anderer Fachrichtungen haben sich in weiteren Prozessen
auf dieses Urteil bezogen, doch die Rechtsprechung ist oftmals
uneinheitlich, so dass einzelne Studierende schon bis vor das
Bundesverfassungsgericht gezogen sind. Nicht immer gehen die Klagen
erfolgreich aus, aber nicht zuletzt erregt jede Klage Aufmerksamkeit
und kann zu einer Bewusstseinsänderung beitragen. |