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Plastinierte, aus
medizinischer Indikation eingeschläferte Meerschweinchen

Plastinierter
Tintenfisch
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Plastination
Die Konservierungstechnik der Plastination nach Prof. Dr. Gunther
von Hagens ermöglicht es, verwesliche Präparate für Forschung,
Lehre und Demonstrationszwecke lebensnah und dauerhaft zu erhalten.
In einem Vakuumprozess werden biologische Präparate dazu mit
speziell für diese Technik entwickelten Reaktionskunststoffen imprägniert.
Die
mechanischen (flexibel oder hart) und optischen (transparent oder
opak) Eigenschaften der verwendeten Polymere bestimmen jeweils den
Charakter der konservierten Objekte. Plastinierte Präparate sind
trocken und geruchsfrei, sie behalten ihr natürliches Oberflächenrelief
und sind bis in den mikroskopischen Bereich hinein identisch mit
ihrem Zustand vor der Konservierung.
Das
Verfahren der Plastination beruht auf dem Austausch des
Gewebewassers und Gewebefetts durch einen Reaktionskunststoff, wie
z.B. Silikonkautschuk, Epoxidharz oder Polyester. Nach erfolgter
Fixation (Formalin) wird in einem Lösungsmittelbad (z.B. Aceton)
zunächst das Gewebswasser im Gefrieraustausch und später das
Gewebsfett bei Raumtemperatur allmählich durch das Lösungsmittel
ersetzt. Das entwässerte und entfettete Präparat wird danach in
die Kunststofflösung eingelegt. Im Vakuum wird dazu das Lösungsmittel
zum Sieden gebracht und kontinuierlich aus dem Präparat extrahiert;
durch den dabei entstehenden Sog fließt allmählich Kunststoff in
das Gewebe ein. Anschließend an diesen Prozess der "forcierten
Imprägnation" erfolgt die Härtung; je nach Art des
verwendeten Kunststoffs mit Hilfe von Gas (Silikon), Licht oder Wärme
(Epoxidharz und Polyester). Ergebnis sind "begreifbare"
dauerhaft konservierte Präparate, die der Forschung, Lehre und zu
Demonstrationszwecken unbegrenzt erhalten bleiben.
Dieser
Beitrag wurde von Herrn Alfred Riepertinger zur Verfügung gestellt.
Herzlichen Dank! |