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Die folgende Übersicht soll Orientierungshilfe für die
Studienplatzsuche sein. Eine ausführliche Darstellung für
einzelne Fakultäten findet sich im "Reader".
Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Da
sich die Situation ständig ändern kann, sind
alle Angaben ohne Gewähr! Um diese Angaben aber so genau und
aktuell wie möglich zu halten, brauchen wir Eure Mithilfe. Bitte
teilt uns mit, wenn sich die Situation an Eurer Uni anders
darstellt, als hier angeben. Wir würden uns auch über Beiträge
für den "Reader"
freuen. Beiträge bitte an:
Humanmedizin
Die
Situation im Studium der Humanmedizin hat sich seit Anfang der 90er
Jahre am deutlichsten verbessert. Während 1990 nur fünf der 36
Fakultäten im Physiologiepraktikum ohne Tierverbrauch auskamen,
sind es inzwischen 21 (58%). Insgesamt kann an 18 (50%) der Fakultäten
tierverbrauchsfrei studiert werden.
Universitäten,
an denen ohne Tierverbrauch Humanmedizin studiert werden kann:
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Als Gründe für die “Umgehbarkeit” sind hier
gemeint: tolerierte Abwesenheit, kein Teilnahmezwang, genügend
Fehltermine, der Einsatz von
"tierverbrauchsfreien" Lehrmethoden, Möglichkeit
der theoretischen Bearbeitung, Zusatzprüfungen etc, aber
nicht das “Herummogeln”. |
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Tiermedizin
In der Veterinärmedizin ist
es an keiner der fünf Ausbildungsstätten Berlin, Gießen,
Hannover, Leipzig und München möglich, ohne Tierverbrauch zu
studieren. Aufgrund der geringen Zahl von Ausbildungsstätten kann
die Studiensituation der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Der Trend weg vom Tierverbrauch ist auch in der Veterinärmedizin zu
beobachten, wenngleich er längst nicht so ausgeprägt ist, wie in
der Humanmedizin. Insbesondere die Froschversuche im
Physiologiepraktikum sind an den meisten Fakultäten mittlerweile
abgeschafft worden. Dennoch besteht beim Einsatz von Alternativen
ein enormer Nachholbedarf.
Legende:
TV =
Tierverbrauch Pflicht
k.A. =
keine Angaben
- =
Praktikum wird nicht angeboten oder ist nicht Pflicht
x
=
Tierverbrauch kann umgangen werden
Übersicht
über die Möglichkeiten der Umgehung von Tierverbrauch in einzelnen
Praktika des Tiermedizinstudiums:
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Alle Angaben ohne
Gewähr! |
Biologie
Die Situation im Biologiestudium ist,
aufgrund der vier verschiedenen Abschlussmöglichkeiten (Diplom,
Sekundarstufe I, Sekundarstufe II und Primarstufe), die innerhalb
dieses Studienganges gewählt werden können, etwas unübersichtlicher
als in den beiden Fächern der Human- und der Veterinärmedizin. Die meisten
Universitäten, die auf Tierverbrauch im Grundstudium verzichten,
tun dies nur bei Sekundarstufe I und Primarstufe, dem Lehramt für
Grund- Haupt- und Realschule. Für Studierende auf Diplom und
Sekundarstufe II (Lehramt an Gymnasien), also der absoluten Mehrheit
der BiologiestudentInnen, ist es derzeit nicht möglich, den
Tierverbrauch zu umgehen.
Universitäten,
an denen ohne Tierverbrauch Biologie studiert werden kann:
| Bielefeld (Primar) |
kein
tierverbrauchendes Pflichtpraktikum |
| Bremen (Primar) |
kein
tierverbrauchendes Pflichtpraktikum |
| Dortmund (Primar) |
Umgehung
sämtlicher Versuche durch Fehltage möglich |
Flensburg (PH)
(Sek i)
(Primar) |
kein
tierphysiologisches Praktikum Pflicht, Verweigerern werden
im zoologischen Grundkurs Alternativen gestellt
kein tierverbrauchendes
Pflichtpraktikum |
| Frankfurt (Primar) |
kein
tierverbrauchendes Pflichtpraktikum |
| Gießen (Primar) |
kein
tierverbrauchendes Pflichtpraktikum |
| Hildesheim (Primar) |
kein
tierverbrauchendes Pflichtpraktikum |
| Köln (Sek
I) |
kein
tierverbrauchendes Pflichtpraktikum |
| Schwäbisch-Gmünd
(PH) (Primar) |
kein
tierverbrauchendes Pflichtpraktikum |
| Weingarten
(PH) (Sek I, Primar) |
kein
tierverbrauchendes Pflichtpraktikum |
An folgenden Hochschulen ist das
Physiologie-Praktikum für Diplom-Studierende nicht Pflicht: Bonn,
Braunschweig, Erlangen, Oldenburg, Stuttgart.
An folgenden Hochschulen werden Diplom-Studierende im
zoologischen Grundkurs zumindest teilweise tierverbrauchsfreie
Lehrmethoden angeboten: Bremen, Göttingen, Jena.
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