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3.
Persönliche Gespräche
•
Arrangiere ein Gespräch mit der/m zuständigen ProfessorIn. Erkläre
ihr/m, dass der ‘Verbrauch’ von Tieren in dem betreffenden Kurs
mit Deiner ethischen Einstellung nicht zu vereinbaren ist. Du bist
bereit, den Unterrichtsstoff zu lernen, aber nicht auf Kosten von
Tieren. Bitte um eine gute Alternative, da Du nicht an den
‘tierverbrauchenden’ Teilen des Kurses teilnehmen willst. Erkläre,
dass Du an einer beiderseitig akzeptablen Lösung interessiert bist.
Lass Dich nicht von Deiner/m ProfessorIn einschüchtern. Du hast ein
Recht auf eine eigene Meinung.
• Wenn
Dein/e ProfessorIn offen für Deine Argumente ist und Dir akzeptable
Alternativen anbietet, bitte um eine schriftliche Bestätigung. Im
Falle einer ablehnenden Haltung Deiner/s ProfessorIn wirst Du zum nächsten
Schritt übergehen müssen.
4.
Erweiterte Informationssammlung
Es ist empfehlenswert, schriftliche Aufzeichnungen über alle Deine
Aktionen zu machen, z.B. Ort und Zeit von Gesprächsterminen mit
ProfessorenInnen, Inhalt der Gespräche und Namen der anwesenden
Personen.
•
Finde mehr über die bevorstehenden ‘tierverbrauchenden’ Übungen
heraus. Stelle fest, ob diese Experimente noch an anderen
Hochschulen durchgeführt werden. Mache Dich vertraut mit möglichen
tierverbrauchsfreien
Lehrmethoden, deren Handhabung, Qualität und Kosten.
Erarbeite ein Konzept, in dem alle ‘tierverbrauchenden’ Versuche
des betreffenden Kurses aufgeführt sind sowie geeignete
Alternativen. Denke daran, dass eine Kombination verschiedener
Methoden die Lernziele häufig besser erreicht als einzelne
Alternativen. Verweise auf andere Hochschulen, an denen bereits
Alternativen zu dem
betreffenden Thema erfolgreich eingesetzt werden, oder die
entsprechenden Versuche kein Pflichtbestandteil der Ausbildung sind.
• Mache
Dich mit den entsprechenden
Gesetzestexten vertraut.
•
Verbreite die gesammelten Informationen und mobilisiere Deine
KommilitonInnen. Suche Unterstützung bei Fachschaften und ASten.
Veranstalte Informationsstände und Umfragen.
5.
Konzeptunterbreitung
•
Unterbreite Deiner/m ProfessorIn ein Konzept mit Deinen Argumenten
und Forderungen sowie detaillierten Informationen über geeignete
Alternativmethoden und Literaturhinweisen. Einige Alternativen können
bei SATIS ausgeliehen werden.
• Werden
Deine Vorschläge akzeptiert, bitte um eine schriftliche Bestätigung.
6.
Ausweitung der Arbeit
• Werden
Deine Vorschläge hingegen nach wie vor nicht angenommen, musst Du
Dich an übergeordnete Stellen wenden. Formuliere Deine Forderungen
schriftlich. Richte Dich an die PraktikumsleiterInnen und zuständigen
Hochschulgremien, z.B.: Institutsleitung, Direktorium,
Fachbereichsrat, Dekanat, Universitätsleitung). Erwähne darin die
Namen aller StudentInnen , die Deine Forderungen unterstützen. Es
empfiehlt sich möglichst sachlich zu bleiben und auf eine
schriftliche Stellungnahme nach einer gewissen Wartefrist (ca. 4
Wochen) zu bestehen. Weise auf schon geführte Diskussionen und
Umfragen hin und auf Deine Bereitschaft, an Alternativen
mitzuarbeiten. Lege Dein erarbeitetes Konzept bei.
• Mache
das Problem öffentlich. Informiere die lokale Presse und schreibe
Artikel für AStA- und Fachschaftszeitungen. Organisiere eine
Podiumsdiskussion. Wende Dich an die zuständigen Ministerien und
reiche eine Petition im Landtag ein.
7.
Gerichtliche Auseinandersetzung
• Sind die zuständigen ProfessorenInnen immer noch zu
keiner Kooperation bereit, bleibt nur der gerichtliche Weg. Einige
StudentInnen waren bereits vor Gericht erfolgreich, andere haben
verloren. Bevor Du diesen Weg beschreitest, setze Dich unbedingt mit
SATIS in Verbindung. Sei Dir im klaren darüber, dass dieser Weg
trotz der jetzt verbesserten Rechtslage (Tierschutz als Staatsziel)
äußerst mühsam, teuer und zeitraubend sein kann und dass Du Dein
Studium unter Umständen für viele Jahre unterbrechen musst.
SATIS kann Dich
bei all Deinen Schritten unterstützen und Dich mit Informationen
versorgen. Auch eine Unterstützung durch Vermittlung eines Anwalts
ist denkbar. Bitte informiere uns über Deine Aktionen und
Erfolge - Deine Erfahrungen können anderen Studierenden nützlich
sein. |